Das Leiden und Sterben

unseres Herrn Jesus Christus

 

Mit ausdrücklichem Einverständnis von Herrn Pater Thomas Huber darf ich hier seine für diese Zeiten so wichtige und treffende Kreuzwegandacht online geben.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Herrn Pater Huber für diese ergreifende Andacht...

 

Bilder-Auswahl und Gestaltung: Andrea, geringstes Rädchen

 


 

Die Endzeit

Kreuzwegandacht

 

von Pater Thomas Huber

2017

 

"Meine Kinder, die Ich über alles liebe, Ich sage euch, seid ausdauernd im Glauben, in der Treue und in der Liebe, denn die Zeit wird abgekürzt, und die Stunde der Entscheidung kommt immer näher; betet und tut Buße, sühnt, seid stark und fürchtet euch vor nichts, denn Ich, eure Mutter, bin mit euch!"

 

Zu den Stationen

 Die Stationen des Leidens unseres

Herrn Jesus Christus

 

1. Station

 

Jesus wird zum Tode verurteilt

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Pilatus gibt bei der Verhandlung zu: Jesus ist unschuldig. Doch da sind noch Mächtigere, die in diesem Prozess etwas zu sagen haben. Der römische Kaiser, die römische Hure, will die Macht behalten und will alles vernichten, was sich dagegen stellt. Pilatus will dieser römischen Hure gehorchen und damit muss die Wahrheit sterben. Er glaubt seine Verantwortung abzuschieben und sagt zu den Juden: Das ist eure Sache! Daraufhin fordern die Juden die Kreuzigung Jesu und rufen entsetzlich: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Sie verfluchen sich und ihre Nachkommen.

 

Lieber Heiland, die Herrscher dieser Endzeit, die Huren Berlin, Brüssel und New York kontrollieren uns und zerstören alles, was gut, wahr und heilig ist. Diese sind der Drache und das Tier aus dem Meer, wie Du sie einst dem hl. Johannes offenbart hast. Sie führen Krieg gegen uns, Deine Kinder.

 

Doch ich muss mich fragen:

  • Wie tief verbunden bin ich mit der Lüge und der Perversion der Welt?
  • Bin ich etwa auch mit den Huren dieser Endzeit auf Abwegen?
  • Oder bekenne ich mich eindeutig als Christ?
  • Vertraue ich, dass es Christus ist, der mir Recht verschafft gegen ein unheiliges Volk?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

 

Vater unser...

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2. Station

 

Jesus nimmt das Kreuz auf Seine Schultern

  

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Die machthabenden Römer spielen mit Jesus ein furchtbares Spiel. Jesus wird grausam gegeißelt. Er wird mit Dornen gekrönt, verspottet und geschlagen. Nun aber bekommt Er das Kreuz aufgeladen. Er muss hinaufgehen nach Golgotha. Für Ihn gibt es keinen Aufschub, kein Mitleid.

 

Lieber Heiland, in dieser Endzeit spielen die Regierenden der Welt ihr Spiel schlimmer als je zuvor. Sie treiben Unzucht mit der Hure der Lüge. Sie geben den Menschen den Trank der Täuschung zu trinken. Was immer gut war, gilt nun als schlecht und was immer schlecht war, soll nun gut sein. Die Regierungen stoßen Lästerungen gegen uns Christen aus. Wir sind willkommene Opfer. Es kümmert sie nicht, wenn wir gegeißelt und hingerichtet werden. 

 

So frage ich:

  • Hoffe ich nach meiner Gefangennahme, ein Todesurteil gegen mich abzuwenden?
  • Will ich mich etwa rausreden mit der Absicht, noch einmal davonzukommen?
  • Will ich mich sogar freikaufen und mich dem satanischen Staat unterwerfen?
  • Bitte ich stattdessen Jesus um die Kraft, Seinem Weg nach Golgotha zu folgen?  

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser...

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3. Station

 

Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Jesus wird gedrängt, gestoßen und fällt nieder. Was man Ihm antut, drückt Ihn in den Staub der Straße.

 

Lieber Heiland, der Große Glaubensabfall ist da. Das Zeichen für die Endzeit. Der Aufstand der Menschen gegen Gott erreicht seinen Höhepunkt. Die Schmähungen und Beleidigungen gegen Dich und Deine Mutter sind ohne Zahl. Auch Rom ist vom katholischen Glauben abgefallen. Die, die Dir einst die Treue geschworen haben, stoßen Dich nun in den Dreck. So wurde es schon seit Jahrhunderten prophezeit. Wir haben keinen katholischen Papst mehr und die meisten Bischöfe sind vom Glauben abtrünnig. Die abgefallenen Hirten verführen Deine Herde, indem sie häretische Gebetstreffen mit anderen Religionen abhalten. Sie sprechen viel von den Götzen der Fremden, aber mit Dir sprechen sie nicht mehr. Auf Deinem Kreuzweg stoßen sie Dich immer wieder zu Boden.

 

Jetzt frage ich mich:

  • Bin ich fest im althergebrachten katholischen Glauben verwurzelt?
  • Oder spiele ich mit dem heute so beliebten Gedanken, dass alles nicht so ernst gemeint sein kann, was früher gelehrt wurde?
  • Bin ich bereit unter allen Umständen im katholischen Glauben auszuharren?
  • Habe ich mir die Liebe zur Wahrheit zu eigen gemacht? 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser...

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4. Station

 

Jesus begegnet Seiner Mutter

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Jesus begegnet am Wegrand Seiner Mutter Maria. Tief erschüttert sieht Er die Bluttränen in Ihrem Antlitz. Ihr Unbeflecktes Herz und Sein Heiligstes Herz sind vereint in tiefes Leid gehüllt. Doch mit Vertrauen, Hoffnung und Liebe nehmen sie voneinander Abschied.

 

Lieber Heiland, die modernistischen Theologen und Professoren haben auch von Deiner Mutter Abschied genommen, aber nicht in Hochachtung und Tapferkeit, so wie Du, sondern in Zurückweisung und Spott. Die Verehrung Deiner Mutter und der heilige Rosenkranz werden als ökumenisches Hindernis bezeichnet. Sie impfen schon Kinderseelen die Abneigung gegen Deine Mutter ein. Die selbsternannten kirchlichen Autoritäten lassen dies alles gewähren. Sie sind damit einverstanden.

 

Ich frage mich:

  • Rechne ich damit, dass ich in dieser Zeit der Verfolgung, von meinen liebsten Verwandten und Freunden getrennt werde, nur weil ich ein Christ bin? 
  • Habe ich im Laufe meines Lebens vertrauten Umgang mit meiner Mutter Maria gesucht?
  • Leiste ich heute Ihrem Herzen bereitwillig Sühne für die Schmähungen, die man Ihr zufügt?
  • Lasse ich Maria meinen Kreuzweg begleiten, sodass ich auch Ihr Leid und Ihre Tröstung empfinde?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser...

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5. Station

 

Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Jesus kann nicht mehr weiter. Die Römer zwingen Simon von Cyrene das Kreuz Jesu zu tragen. 

 

Lieber Heiland, in diesen letzten Tagen sind schlimme Zeiten angebrochen. Die Menschen sind selbstsüchtig; sind geldgierig, prahlerisch und hochmütig. Sie lieben die Lust mehr als Gott. Die Lügenpropheten, die Wölfe im Schaftspelz und die falschen Hirten fördern diesen Abfall. Sie behaupten, dass es nicht das Opfer des Simon von Cyrene und noch nicht einmal Dein Kreuzesopfer gebraucht hätte. Sie behaupten, weil alles von Gott, dem Schöpfer komme, sei auch alles gut. Doch die Sünde der Menschen ist niemals von Dir. Sie ist freiwillige Missachtung Deines Willens und Undank gegen Deine Liebe. Du hast uns stattdessen in unendlicher Liebe von Satan, Sünde und Strafe die Erlösung erwirkt. Dein Wille ist es daher, dass Deine Jünger das Kreuz nehmen und Dir nachfolgen und einander helfen, das Kreuz zu tragen, bis hinauf nach Golgotha.

 

Ich prüfe mich:

  • Weiß ich, dass ich in meinem Leben zweierlei Opfer bringen muss: das Opfer meines Kreuzweges und das Opfer des Kreuzwegtragens für andere?
  • Bete ich darum, dass mir jemand auf meinem Kreuzweg hilft, mein Kreuz zumindest ein Stück weit zu tragen? 

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser...

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6. Station

 

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Veronika steht am Wegrand und kann sich Jesus nähern. Sie will Ihm einen Dienst erweisen und Ihm mit einem Schweißtuch Linderung verschaffen. Jesus nimmt das Tuch und prägt Sein Heiligstes Antlitz darin ein.

 

Lieber Heiland, der Lügenprophet zwingt alle Menschen dazu, an der rechten Hand oder an der Stirn das Zeichen des Antichristen zu tragen. Ohne dieses Zeichen kann man nicht kaufen oder verkaufen. Das Zeichen trägt den Namen des Tieres. Die Zahl ist 666. Wer dieses Zeichen trägt, bekennt sich öffentlich zum Antichrist und zum Abfall vom christlichen Glauben. Die Strafe dafür ist bitter: Er muss von dem Glutwein Gottes trinken. Mit Feuer und Schwefel soll er ewig gepeinigt werden. Tag und Nacht soll er keine Ruhe haben. 

 

Ich gehe in mich:

  • Bin ich standhaft und verweigere die Einprägung des Zeichens des Tieres an mir?
  • Will ich stattdessen das Siegel der Auserwählten, das von den Engeln eingeprägt wird, stets bewahren und heilig halten?
  • Bemühe ich mich ernsthaft, Jesus Christus, den Herrn, in meinem Herzen heilig zu halten?
  • Warne ich meine Mitbrüder vor den Gefahren, die ihnen drohen, wenn sie das Zeichen des Antichristen annehmen?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser...

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7. Station

 

Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Wieder wird Jesus gestoßen und Er fällt ein zweites Mal. Jesus schlägt mit dem Kopf auf dem Boden auf. Die Dornenkrone bohrt sich noch tiefer in Sein Haupt.

 

Lieber Heiland, Du hast der Kirche seit Anbeginn Deinen Heiligen Leib und Dein Kostbares Blut im Heiligen Messopfer hinterlassen. Voll Bestürzung müssen wir sehen, wie die moderne Kirche eine neue Messe, die Einheitsmesse einführt. Die darin enthaltenen Glaubenslehren sind nicht mit der katholischen Lehre vereinbar. Ihr Ritus widerspricht Deiner Heiligkeit, widerspricht Deiner Würde und Deinem Geheimnis. Die Priesterschaft der neuen Kirche soll nicht mehr Deine Priesterschaft sein, sondern nur ihrer verweltlichten Gemeinschaft dienen. Ziel ist es, Dich zu Fall zu bringen. Sie wollen Dich von den Altären vertreiben. Doch auf leeren Altären wohnen die Dämonen.

 

So muss ich mich fragen:

  • Bin ich konsequent genug und enthalte mich zweifelhaften Gottesdiensten, um Dich nicht nochmal zu Fall zu bringen?
  • Bin ich in dieser Endzeit bereit, viele Kilometer zurückzulegen, um einer gültigen Heiligen Messe beizuwohnen?
  • Schließe ich mich in alle noch gültig gefeierten Messopfer geistigerweise ein, falls es mir nicht anders möglich ist?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

Vater unser... 

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8. Station

 

Jesus begegnet den weinenden Frauen

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

In der großen Menschenmenge, die Jesus folgt, sind Frauen, die um Ihn klagen und weinen. Doch Jesus sagt zu ihnen: Weint nicht über mich; weint über euch selbst und eure Kinder. Denn es werden Tage kommen, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben.

 

Lieber Heiland, unser Vaterland, das christliche Abendland und die ganze Menschheit haben sich durch schwere Vergehen von Dir abgewandt und große Schuld auf sich geladen. Nun ist die Zeit der großen Drangsal gekommen. Dein Zorn lastet schwer auf uns. Volk erhebt sich gegen Volk. Hungersnot, Pest, Erdbeben, Lieblosigkeit, Gottlosigkeit und viele Plagen überziehen die Welt. Doch die Menschen dienen weiter den bösen Geistern und den Götzenbildern. Sie glauben nicht an Dich und lieben die Finsternis mehr als Dein Licht. Zu alledem sind wir, Deine Jünger, einer besonderen Drangsal ausgesetzt: Um Deines Namens willen werden wir von allen gehasst, verfolgt und getötet.

 

Ich frage mich:

  • Entsage ich in dieser Endzeit allen Verführungen und trügerischen Wundern des Antichristen?
  • Bin ich mir im Klaren, dass Satan, der Vater der Lüge, den wahren Glauben auslöschen will?
  • Harre ich aus im Glauben bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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9. Station

 

Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Jesus schwinden wieder die Kräfte und Er fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz. 

 

Lieber Heiland, die Schar der Rechtgläubigen ist durch den gewaltigen Abfall gering geworden. Dazu kommt: Wir können uns auf keinerlei Hilfe des Staates verlassen, gerade jetzt, da die Fremdvölker uns überrennen und unser Glauben angegriffen wird. Unser Staat, ein einstmals christlicher Staat, verfolgt uns sogar. Wir leiden unter einer perversen Gesetzgebung. Der Staat zerstört die Familien und begünstigt die Homosexualität. Er fördert Abtreibung und Euthanasie. Er erlaubt Drogen und Pornographie und versklavt seine Bürger im Materialismus. Er stumpft die Seelen ab und löscht alles Edle und Gute darin aus. Zu diesem satanischen Staat gehört die grausame Folter ihrer Geheimdienste. Mit Wasser bringen sie ihre Opfer immer und immer wieder fast zum Ersticken. Sie quälen bis zum Tod. 

 

Ich prüfe mich:

  • Höre ich das Wort des Herrn: Fürchte dich nicht, du kleine Herde?
  • Tröste ich meine Mitbrüder in Gefangenschaft und Folter, so wie es der Herr gesagt hat: Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt?
  • Bewahre ich mir die Heiterkeit des Herzens, weil ich weiß, dass Gott die Niedrigen erhöhen wird?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

 

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10. Station

 

Jesus wird Seiner Kleider beraubt

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Jesus ist auf Golgotha angelangt. Die Kleider werden Ihm vom Leib gerissen. Nackt und gedemütigt steht Er da. Jesus hat uns gelehrt: Fürchtet euch nicht vor ihnen! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch viel mehr vor dem, der Leib und Seele ins Verderben der Hölle stürzen kann.

 

Lieber Heiland, in dieser Endzeit wird die Welteinheitsreligion verkündet. Die falschen Hirten lehren die Erlösung für jedermann ganz ohne Bedingungen. Sie behaupten: man brauche das weiße Kleid der Taufe nicht, man brauche die Heiligmachende Gnade nicht und auch nicht die Heilige Beichte. Aber ein Mensch ohne die Heiligmachende Gnade ist ganz arm, nicht heilig, kein Kind Gottes, kein Erbe des Himmels. Für Millionen von Katholiken bedeutet die neue Religion ewiges Verderben, weil ihnen die Gnade nichts mehr wert ist und weil sie nicht mehr beichten. So wie Schneeflocken vom Himmel, fallen Seelen in die Hölle. 

 

Ich frage mich:

  • Rechne ich damit, alles genommen zu bekommen, alles Irdische, alles Zeitliche, meine Ehre?
  • Bin ich furchtlos gegenüber meinen Verfolgern, aber voller Furcht, meine Seele in Gottes Gnade zu bewahren?
  • Danke ich für die Heiligmachende Gnade?

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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11. Station

 

Jesus wird an das Kreuz genagelt

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Nach ein wenig Ruhe legt sich Jesus freiwillig auf das Kreuzesholz. Er lässt sich in größter Tapferkeit und Erduldung die Nägel einschlagen. Nun beginnen die drei wichtigsten Stunden der Menschheitsgeschichte: die drei Stunden des Leidens und Sterbens Jesu auf Golgotha. Diese werden zur ersten heiligen Messe.

 

Lieber Heiland, wir verkünden Dich als den Gekreuzigten. Den Juden ist das ein Ärgernis und den Heidenvölkern ist das eine Dummheit. Der gottlose Staat lässt die Kreuze abhängen. Auch die Verführer der neuen Einheitsreligion wollen Dein Kreuz nicht. Sie leben als Feinde Deines Kreuzes. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihr Ruhm liegt in ihrer Schande, ihr Trachten geht auf das Irdische. Doch ohne Dein Kreuz haben sie nichts. Sie stehen mit leeren Händen da. Ohne die unendlichen Verdienste Deines Opfers werden sie Dein Wort hören: Geht weg von Mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 

 

So nehme ich mir vor

  • andächtig jeder Heiligen Messe beizuwohnen, als ob es die einzige Heilige Messe meines Lebens wäre.
  • Ich nehme mir vor, das Kreuz als Zeichen der Erlösung immer und überall gegen Angriffe zu verteidigen.

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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12. Station

 

Jesus stirbt am Kreuz

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Von der sechsten bis zur neunten Stunde herrscht Finsternis im ganzen Land. Um die neunte Stunde ruft Jesus: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? Jesus schreit noch einmal laut auf. Dann haucht Er Seinen Geist aus.

 

Lieber Heiland, Du bist die Liebe. Aus reiner Liebe bist Du für mich dahingegeben. Du breitest Deine Arme aus, um mich zu umarmen. Du neigst Dein Haupt, um mich zu küssen. Dein Herz ist offen, um mich darin zu bergen. Blut und Wasser fließen aus Deiner Seite, um mich zu waschen. Für diese Wohltaten der Erlösung kann ich Dir gar nicht genug danken.

 

So bitte ich Dich am Fuß des Kreuzes:

  • Schenke mir die Gnade, Dein heiliges Leiden und Deine heiligen fünf Wunden zu verehren.
  • Lass mich in dieser Endzeit erkennen, dass nur Du allein es bist, Der rettet.
  • Wenn es an mir ist, nach Verleumdung und Folter ans Kreuz zu müssen, dann lass mich allein Dein heiliges Sterben stets vor Augen haben.
  • In meiner Todesstunde rufe mich, zu Dir zu kommen heiße mich!

So will ich Dich nun immer preisen, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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13. Station

 

Jesus wird vom Kreuz abgenommen und

in den Schoß Seiner Mutter gelegt

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Vor den Augen Seiner schmerzerfüllten Mutter wird Jesus mit einer Lanze durchbohrt. Die Gewalttäter haben nicht genug. Selbst Jesu Leichnam wird geschändet und entehrt. Auch Maria soll entehrt werden. Wie Feuer dringt die Lanze in Ihre Seele ein. Dann wird Jesus abgenommen und Maria übergeben. 

 

Lieber Heiland, das Maß der Sünde ist vollgemacht. Mit dem scharfen Schwert aus Deinem Mund schlägst Du jetzt die Völker. Du trittst die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes. Ergreife das Tier und den falschen Propheten! Ergreife sie und werfe sie bei lebendigem Leib in den See, der mit Schwefel brennt! Die Übrigen werden durch Dein Schwert getötet und die Vögel essen sich satt an ihrem Fleisch.

 

Uns, Deiner kleinen Schar, hast Du geboten:

  • Vergeltet der römischen Hure, zahlt ihr mit gleicher Münze heim, gebt ihr doppelt zurück, was sie euch getan hat!
  • Mischt ihr den Becher, den sie gemischt hat, doppelt so stark!

Ja, Herr, in der Kraft Deines Blutopfers und zusammen mit der Königin des Himmels, der Gottesmutter Maria, werde ich den Huren dieser Welt vergelten und so viele Seelen als möglich aus ihren Fängen befreien.

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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14. Station

 

Der heilige Leichnam Jesu

wird in das Grab gelegt

 

P: Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A: Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

 

Der Kreuzweg ist gegangen. Jesus wird in das Grab gelegt. 

 

Lieber Heiland, Du hast uns gelehrt: Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn. Du bist den schmalen Weg gegangen und hast damit die Sünde, die Welt, das Fleisch und Satan besiegt. Du hast unendliche Verdienste erworben. Damit bist nur Du würdig, das Buch des Lebens zu öffnen. Du bist der Richter, dem es allein zusteht, die Guten und die Bösen zu scheiden. Dann werden die Gottlosen Deine Stimme hören: Wahrlich, Ich sage euch, Ich kenne euch nicht.

 

Herr, uns bleibt nur noch wenig Zeit, Seelen zu retten.

  • Die große Drangsal lastet schwer auf uns.
  • Es gibt nur noch wenige treue Priester.
  • Nur in kleinen Gemeinschaften können wir zusammen- kommen.
  • Im Verborgenen bringen wir das Heilige Messopfer dar.
  • Selbst in unserer kleinen Schar gibt es immer wieder Verräter.

Nimm darum, so bitten wir, unser Leiden und Sterben als ein Dir wohlgefälliges Opfer an.

 

P: Gekreuzigter Herr Jesus Christus.

A: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.

P: Heilige Mutter.

A: Drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!

  

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Schussgebet und Schlusswort

 

P: Lasset uns beten.

O gütigster Jesus, ich sage Dir innigsten Dank für die großen Gnaden, die Du mir auf diesem Kreuzweg verliehen hast.

 

Ich opfere Dir diesen Kreuzweg auf

  • zur Verehrung Deines bitteren Leidens und Sterbens,
  • zur Verzeihung meiner Sünden,
  • zur Nachlassung der verdienten Strafen,
  • zur Hilfe und zum Trost der armen Seelen im Fegefeuer. 

O Jesus, ich bitte Dich demütig, dass Du Dein Kostbares Blut, Dein bitteres Leiden und Sterben an mir nicht verlorengehen lässt, sondern dass Du mich aus dieser Endzeit in die ewige Freude des Himmels führst. Der Du lebst und regierst mit Gott, dem Vater, in der Einheit des Heilgen Geistes von Ewigkeit zu Ewigkeit.

A: Amen.

 

P: Lasset und beten.

Herr Jesus Christus, wir bitten Dich: die seligste Jungfrau Maria, Deine Mutter, Deren geheiligte Seele in der Stunde Deines Leidens ein Schwert des Schmerzes durchbohrt hat, möge bei Deiner Barmherzigkeit allezeit unsere Fürsprecherin sein. Durch Dich, Jesus Christus, Erlöser der Welt, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

A: Amen.

  

Schlusswort

 

"Die gegenwärtige Schlacht,

die nur Unzurechnungsfähige

übersehen können, wird immer wütender

und wird sehr viele Opfer aus dem Klerus und

den Gläubigen fordern. Die Welt, und besonders Europa,

wird in einer Stunde, die ihresgleichen nicht kennt, brennen.

Es wird eine Stunde der Gerechtigkeit, aber auch

der Barmherzigkeit sein, wenn Meine und

eure Mutter den Kopf Satans zertritt."

 

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Das Gebet von der Unbekannten Schulterwunde des Herrn

Mit der Erlaubnis von Pater Thomas Huber durfte ich seinem Kreuzweg folgendes sehr wichtige Gebet hinzufügen:

 

Kostbare Verheißung:

 

Der heilige Bernhard fragte einst Christus, den Herrn, welches Sein größtes Leiden gewesen sei?

 

Der Herr antwortete ihm: „Ich hatte eine tiefe Wunde auf Meiner Schulter, die Mein schweres Kreuz Mir verursachte, diese Wunde war viel schmerzlicher als alle anderen.

Darum erweist du ihrer Ehrerbietung, da dieser Wunde von den Menschen wenig gedacht wird. Was du in Kraft dieser Wunde begehren wirst, das will Ich dir geben. All denen, die Mich wegen dieser Wunde besonders ehren, will Ich täglich ihre Sünden vergeben und dieser nicht mehr gedenken. Sie sollen Gnade und Barmherzigkeit von Mir erlangen!“

 

Bete deshalb täglich:

 

O mein allerliebster Jesus,

Du sanftmütiges Lamm Gottes,

ich armer und sündiger Mensch grüße

und verehre die Allerheiligste Wunde, die Du

auf Deiner Schulter empfunden, als Du Dein schweres

Kreuz getragen, durch die Du besonders große Schmerzen 

und Pein vor allen anderen Wunden an Deinem gebenedeiten Leib erlitten hast.

 

Ich bete Dich an, 

o schmerzhafter Jesus, 

Dir sage ich Lob, Ehr und Preis

aus innigstem Herzen und danke Dir für die

Allerheiligste und schmerzlichste Wunde Deiner Schulter. 

Demütig bitte ich Dich, Du wollest Dich wegen der großen Qual und Pein, die Du durch diese Wunde erlittest und wegen der schweren Last des Kreuzes, die Du auf Deiner Wunde erduldetest, über mich armen Sünder erbarmen,

mir alle meine lässlichen und tödlichen Sünden

verzeihen und mich auf Deinem Kreuzweg

und in Deinen blutigen Fußstapfen zur

ewigen Seligkeit begleiten.

Amen.

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